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und das Institut für Romanische Philologie der Freien Universität Berlin präsentieren SU SARDU SPRACHE SARDINIENS UND EUROPÄISCHE SPRACHE Internationaler Kongress in sardischer und italienischer Sprache Berlin, 30. November - 2. Dezember 2001 Clubhaus der Freien Universität Berlin - Goethestraße 49 - 14163 Berlin Das Sardische gilt in der sprachwissenschaftlichen Tradition als die Sprache, in der sich das Lateinische besser als in allen anderen romanischen Sprachen erhalten hat. Diesem Umstand verdankt es besondere Aufmerksamkeit seitens der romanistischen Sprachwissenschaft. Aufgrund historischer und politischer Gegebenheiten blieb Sardinien jedoch in einem Zustand der sprachlichen Zersplitterung und konnte nie eine einheitliche Hochsprache entwickeln. Seit der rechtlichen Anerkennung des Sardischen Ende der neunziger Jahre wurden Bestrebungen sichtbar, aus den zahlreichen sardischen Varietäten eine sardische Einheitssprache oder wenigstens eine einheitliche Rechtschreibung zu gewinnen. Vor kurzem wurde ein Vorschlag für eine sardische Einheitssprache (Limba Sarda Unificada, LSU) durch die Regione Autonoma della Sardegna vorgestellt, dessen Durchsetzung sich jedoch schwieriger zu gestalten scheint als erwartet.
Anlässlich des Europäischen Jahres der Sprachen 2001 bietet dieser Kongress renommierten Wissenschaftlern/innen die Gelegenheit, zu diesen Fragen Stellung zu beziehen und ihre Ansätze miteinander zu diskutieren. Die sprachwissenschaftlichen Beiträge werden durch Vorträge aus dem Bereich der Sprachpolitik, Sprachplanung und Förderung von Minderheitensprachen ergänzt. Es ist die Hauptstadt eines Landes, das auf eine große Tradition innerhalb der sardischen Philologie zurückblicken kann.Die Vorträge werden in sardischer oder italienischer Sprache gehalten. |